Zur Neuen Folge von Zweifel

Die Zeitschrift­ Zweifel wurde 1926 von Ernst Fuhrmann begründet und bis 1929 herausgegeben. Ab April 2008 erschien Zweifel in neuer Folge in losen Abständen. Seit Mai 2017 kommt Zweifel jährlich in drei Editionen heraus (März, August und November). Eine Edition besteht jeweils aus zwei Oktav-He­fen à 32 Seiten. Gedacht sind vorerst drei Jahrgänge.

Auch kün­ftig wird sich Zweifel den groß angelegten Betrügereien, die den Aktivisten des Betrugs meist nicht einmal bewusst sind – egal ob sie sich unter dem Mantel der Verheißung von Freiheit, Erlösung, Glück, Harmonie oder gar Abenteuer in die Gehirne schmeicheln – entgegenstellen.

Zweifel wird unter Nichtbeachtung von Tabus gesellscha­ftlich gemeingültige sowie individuell konzipierte und begrenzt gültige Vorstellungen und Wertsysteme in Zweifel ziehen und so Perspektiven einnehmen, die auch auf die Lösung gegebener Probleme gerichtet sind.

Zweifel wird die Wurzeln freilegen und Erstarrtes umbetten in fruchtbaren Boden.

Zweifel wird sich mit den Gedanken Ernst Fuhrmanns (dem Begründer und Herausgeber der Zeitschrift­ von 1926 bis 1929) auseinandersetzen, ohne sich auf die Verbreitung seiner Gedanken und Schri­ften reduzieren zu wollen.

Zweifel zieht keine Grenzen zwischen den verschiedenen Formen der Künste und den verschiedenen Formen der Wissenscha­ften.

Zweifel bewegt sich auf allen Gebieten und bedient sich aller Methoden, die der jeweilige Produzent beherrscht oder zu beherrschen sucht.

Der Redaktion ist bewusst, dass sie den gigantischen Maschinerien der Meinungs- und Bewusstseinsindustrien fast nichts entgegenzusetzen hat. Zweifel sieht sich daher als Versuch der Sammlung von Menschen, die radikal und konstruktiv alles in Frage stellen, was als „selbstverständlich“ propagiert und von den meisten Menschen auch so angenommen und in die Tat umgesetzt wird. Dieses radikale aber auch konstruktive Zweifeln hat zum Ziel, aus den Ergebnissen Erkenntnisse abzuleiten, die wiederum bei den Lesern Zweifel wecken.

Zweifel ist ein Experiment, mit dem Ziel – die Überwindung der vielen Menschen inhärenten Trägheit vorausgesetzt – einen dynamischen Prozess in Gang zu setzen.

 

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